wagnisART
Wie entsteht ein neues Bauprojekt bei wagnis? Ein mögliches Beispiel zeichnet sich mit den "ART.genossen" ab.
Zielsetzung
Wunschpartner wagnis eG
Freiraum und Projektierung
Auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne an der Domagkstraße gab es über viele Jahre eine deutschlandweit einmalige Künstlerkolonie.
Auf dem Areal sollen nun neben 111 Ateliers neue Wohnanlagen entstehen, eine davon will die wagnis eG zusammen mit Künstlern planen und bauen, denn Wohnen und Arbeiten wäre hier gut umzusetzten. Bereits seit Mitte 2006 gibt es eine Interessierten-Gruppe.
Die Gruppe der ART.genossen ist bereits auf über 25 wagnis-Mitglieder angewachsen. Sie stammen aus dem Umfeld der DomagkAteliers und sind selbst fast alle Künstler. Sie haben ein eigenes Perspektivprojekt gestartet, informieren Vorstand und Mitglieder der wagnis eG jeweils über Ihre Aktionen und werben inzwischen nebenbei aktiv für alle Projekte der wagnis eG.
Sie treffen sich regelmäßig. Im Frühjahr 2009 wird die Baugruppe gegründet, die sich dann intensiv um den Planungsfortschritt kümmert.
Zielsetzung
Ziel der ART.genossen ist der Bau eines Wohn- und Arbeitshauses für Künstler und Menschen, die in künstlerischem Umfeld wohnen und arbeiten wollen. Das zu erbauende Haus soll auf dem Gelände der ehemaligen Funkkaserne in der Nähe des künftigen städtischen Atelierhauses entstehen, damit die guten Beziehungen der ART.genossen zu den künftig über 100 Künstlern in den DomagkAteliers weiterhin gepflegt werden können.
Wunschpartner wagnis eG
Die ART.genossen sind durch ihre 15-jährige Geschichte in den DomagkAteliers selbsbestimmt, ökologisch und sozial geprägt. Sie wollen deshalb mitplanen und eine energieeinsparende sowie behindertenfreundliche Bauausführung in ihrem Hausprojekt umsetzen. Ausserdem sind die ART.genossen "Profis" im Zusammenleben in einer großen Gemeinschaft.
Da all diese Ziele und Eigenschaften sehr gut zum Selbstverständnis der wagnis eG passen, streben die ART.genossen die Zusammenarbeit an. Einige ART.genossen arbeiten aber auch bereits mit anderen Genossenschaften (z.B. WOGENO e.G. und Kunstwohnwerke e.G.) zusammen.
Freiraum und Projektierung
In der Gruppe der ART.genossen wurde auch der DOKU e.V. Mitglied bei wagnis eG - ein Kunstverein, der in den bisherigen DomagkAteliers die "Dachgalerie" bespielt hat. Der Verein sucht einen oder mehrere Austellungs- und Veranstaltungsräume als Ersatz für seine bisherige 800qm große Galerie und hofft darauf, dass er sich in einem ART.genossen-Haus an einem Freiraum beteiligen kann.
Auf vielen workshops und Treffen haben die ART.genossen bereits Visionen, Wünsche und Finanzierungsideen eingesammelt. Weitere Menschen kommen nach und nach dazu. Auch wenn nach dem momentanen Stand eine Fertigstellung von ART.genossen-Häusern frühestens ab 2012 anvisiert werden kann, ist es jetzt sinnvoll Mitglied bei wagnis eG und/oder einer der anderen interessierten Genossenschaften zu werden, um noch möglichst viel mitgestalten zu können!
Wir wollen so viele Künstler und Kunstwohninteressierte wie möglich in unserem visionären ART.genossen-Haus unterbringen, mindestens aber über 40 Kunstwohnmenschen sollen ihre Bleibe bei uns finden. Die Atelierplätze im künftig benachbarten städtischen Atelierhaus sind uns zu wenig - weder Zahl noch Nutzung reicht uns dort - schliesslich darf man dort nicht wohnen. Ausserdem wollen wir - wie übrigens auch der Münchner Stadtrat - weiterhin einen Künstlerkolonie-Charakter aus mehreren benachbarten Häusern.
Wir wollen projektieren, planen und hoffentlich dann auch beim Bau unserer Genossenschaftswohnungen neben den künftigen DomagkAteliers mitarbeiten! Wir wollen den arg in die Jahre gekommenen Begriff "Schwabing" zumindest in "Nordschwabing" - wie es die klassischen Bauträger schon jetzt so schön titulieren - mit neuem künstlerischen Leben und Wohnen füllen!
Georg Höngdobler, ART.genosse
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