Nachhaltigkeit und Energie

Mit dem Projekt wagnisART wollen wir einen Beitrag zur Erhaltung unserer Lebensgrundlagen leisten. Unser Ziel ist es, unseren Ökologischen Fußabdruck beim Bauen und im individuellen sowie gemeinschaftlichen Leben zu verringern und den Technik-Aufwand in Grenzen zu halten.

Die Bauweise entspricht ökologischen, nachhaltigen Vorgaben sowie Passivhaus-Standards. Neben dem Anschluss an das Fernwärmenetz setzen wir auf Photovoltaik.

Gemeinschaftlicher Lebensraum

In unserem Projekt grünt und blüht es überall: Wir planen gemeinschaftliche Dachlandschaften, Spielflächen, Wasserläufe, Gemeinschaftsgärten, Sommerküche, Feuerstelle und vieles mehr. Die Größe der Tiefgarage richtet sich nach dem Konzept des autoreduzierten Wohnens. Dadurch gewinnen wir Platz für die Übungsräume und Werkstätten.

Gemeinschaftseigentum ist wieder gesellschaftsfähig. Nutzen statt kaufen wird als Vorteil erkannt.

„Vielleicht werden wir alle deutlich entspannter werden, weil die Dinge, die wir können, wichtiger sind als die, die wir haben."

Zitat der Zeppelin-Universität Friedrichshafen,
Fachbereich Ökonomie

Nachhaltigkeit im Lebenszyklus

Für die Entwicklung eines wirklich nachhaltigen Projektes beziehen wir alle Lebenszyklusphasen der Gebäude in unsere Planungen mit ein. Das heißt, wir optimieren nicht nur den Energieaufwand für Heizen, Warmwasser und Stromverbrauch, sondern auch den Material- und Energieaufwand für den Bau des Gebäudes. Zusätzlich überlegen wir Möglichkeiten für eine spätere Wiederverwendung, Verwertung oder Entsorgung.

Dafür nutzen wir die ökologische Lebenszyklusanalyse, in der der Energieaufwand und Treibhausgasausstoß für Erstellung, Nutzung und Entsorgung der Gebäude berechnet wird. Erste Ergebnisse zeigen, dass die sogenannte „graue Energie", die im Gebäude verbaut ist, ungefähr der Energie entspricht, die alle Bewohner in 12 Jahren für Heizung und Warmwasser verbrauchen. Das zeigt zum Einen, dass die Energie, die wir verbrauchen, einen sehr hohen Stellenwert hat, und zum Anderen, dass auch die Energie, die „im Gebäude steckt", durchaus nicht vernachlässigt werden kann. Einen besonders positiven Effekt haben die Nutzung nachwachsender Rohstoffe und die Erzeugung von Energie am Gebäude.

Das Projekt wird vom Lehrstuhl für energieeffizientes und nachhaltiges Planen und Bauen der TU München wissenschaftlich begleitet und von der Obersten Baubehörde im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr, im Rahmen des Programms Experimenteller Wohnungsbau unterstützt. Ergebnisse dieses Forschungsprojektes sind sowohl Analysen und vergleichende Aufstellungen für wagnisART als auch Planungshilfen für die ökologische Verbesserung von späteren Projekten.

 


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